Om genstanden
Originalt brev fra Irmelin Eggert Møller til Anne Marie Telmányi.
"Frederiksholms Kanal 28 6-V-1918/ Meine liebe kleine Søsse -/ So süss du bist und so froh ich war heute/ als ich dein Brief bekom - dass siehst du/ auch daraus dass ich dir sofort antworte./ Und so wahr sprichst du; - ja man muss/ ganz ehrlich in sich hineinschauen, um die/ überzeigene und immere Kraft zu erhalten -/es ist wahr - wahr; nur ist es eben/ die Sache du liebe verstehende Søs - dass/ wenn ich hineinschauen in Verhältnisse zu/ das alles mit [?] dann sehe ich nur/ Trümmer und [?] Sachen; wie du/ sagst, ich habe einen unendlich starken/ Bedarf mich zu koncentrieren, und dass/ habe ich damals getan, nur es war ein Idol/ und ist wie eine Seifenblose geplatzt. Aber/ Søs, ich bedauere doch nie mein Schicksal; es-/ war für mich alles so schön, ich habe in/ mich so zu sagen so viele schöne Partik-/keln vor diese Trümmer dass es sich vielleicht/ doch wieder in etwas gutes konzentrieren//kann, sie [?] es nur in Arbeit oder in/ mehr menschliche Verhältnisse; glaube nur nicht/ dass etwas geschehen ist. Deswegen hast du/ recht wenn du sagst dass ich muss damit/ weiter selbst wenn auch nicht direkt. Aber/ genug von alle diese Sachen Søs; nur tut es/ so wohl, wenn ich an dich denke und wie/ alles sich für dich erklärt hat. -/ - Ich habe heute Inger gespro-/chen, sie hat gar nichts von dir gehört/ also nicht die Karte erhalten, aber sie/ schreibt dir wahrscheinlich bald selbst./ Die Adre von Gutte ist Jagtvej 74/ und von Kamma, Edv Glæselsvej 1. Und/ natürlich soll ich dir deine Bücher ver-/schicken, auch neue (?) wenn ich welche antref-/fe. - Neulich war Vater und ich/ in Stockholm. Peder Møller spielte seine/ Violinkonzert er dirigierte selbst. Ich war/ und besuchte meine Rytmiker. Es gehlt/ glänzend (?) da ober. Frk Behle hat 300/ Eleven. Ich sah einige Stunden und lernte/ viel davon; Sie haben ja 10 jährige Erfahring// da oben; und dann waren sie so nett/ alle und es war über(+) ein fröhli-/ches Wiedersehen. Vater hatte grosser Erfolg/ nur es war nicht voll besetzt wegen/ des (?) Wetters. - Wie das Fechten/ (?) ist, so frisch und esquickend./ Wie findest du die Fotografi; wir/ waren so zufrieden mit den ihrigen/ ich habe denjenigen mit den beiden lachen/ den Köpfen bekommen; und wenn ich zum/ Beispiel meine Stünden verheirate und "schöne"/ Bewegungen mache, dann sehe ich plötzlich/ euch beide die mich auslachen, und ich/ geniere mich. Vielleich ist es ganz gut./ - Jetzt fängt es an hie schön/ zu sein; gestern waren wir im Walde,/ es war so durchsichtig grün alles-. Es ist doch/ eine wunderbare Zeit. - Ich möchte/ auch gern ein bischen aus deinem Fenstern/ gucken auf allen den schönen Bergen./ Vielleicht - . Wie ist die Schwester Emils;/ schade dass seine Grossmutter nicht ganz/ zufrieden war. Aber du wisst doch sicher//viele interessante Menschen treffen. Der/ Bruder des inzwischen Frk Matrissa Rozaffy/ ist Maler und Schriftsteller und verheiratet/ mit eine russische Dame die sehr intelligent/ und interessant sein sollte, vielleicht kannst/ du sie aufsuchen, ich weiss nicht die Adr./ So viel ich mich erinnere hatte Hohlenberg/ ein Porträt von ihm gemahlt. - / Es ist jetzt dass ich zu Bette gehen/ soll, also gute Nacht - ich küs-/se dich Deine Irmelin./ Alle hier bitten zu grüssen Vater,/ Mutter (?) und Maren, und Moster/ von Hospitale (es geht ihr viel besser) und/ die drie grosse Katzen und zwei kleine/ neue die in Ofen des alten Komfurs/ geboren sind. (Rulle war her i Morges. Til/ Time jeg skal hilse; hun er /saa sød.) wie geht es mit dem ungarischen./ Mutter ist ganz gute [?]. Jetzt wird Überschläge/ für den Bronceguss gemacht. Sie hat auch eine Bestel-/lung auf einer Buste von Prof. Boas zu Landbohøjskole// sonnst arbeite ich viel mit meinen Stun-/den und mein Gesang; und ausserdem, ja/ - was denn noch, ich fühlte mich nicht/ befriedigt mit das alles; ich sehne mivh Mensch/ zu - ob du mich verstehst. - es ist mit als/ mien Leben zerfliesst in Erwarten das Eigent-/ligen. Etwas ist in mir früher caput/ gegangen - ach was spreche ich alles-/ höre nicht auf mich; es doch schön/ zu leben wenn die Sonne scheint und unsere/ kleine Garten voll himmelblaue Blumen/ ist. - Ich fechte jetzt in deine Stelle/ und es amüziert mich sehr, aber wie ist/ es schwer. Inger træffer jeg jo deroppe/ og hun kommer ogsaa her til Timer./ Gudmunds Far kann plötzlich von Island/ hierher und Vorgestern ist Gudmund mit/ ihm noch Island gereist. Inger soll später/ hinfahren. Hast du meine Karte aus/ Skagen bekommen, und auch die Karte/ wo ich dich einen Grüss von unsere König/ überbringen sollte. Schreibe doch bad/ Søs, und erzähle viel, viel. Ein Küss von//deine Irmelin. Grüsse auch Emil./ Schreibe deine Adresse ganz genau und/ denklich, ich schicke dir dann eine Foto-/grafi von mir. Verstehst du schon/ etwas ungarisch?"
Hoslagt en kuvert påskrevet: [?] Frau Anne Marie Telmányi/ Dereküt(?) 6/ Budapest. Bagpå "28 Frederiksholms Kanal/ Kopenhagen"
Fundet uden nummer ved revision november 2016.